Leasingrückläufer-Drucker kaufen: worauf Sie achten müssen

Leasingrückläufer sind oft besser als ihr Ruf. Worauf Sie beim Kauf gebrauchter Drucker und Kopierer achten müssen – die 6-Punkte-Checkliste vom Fachhändler.
DR
Von der Druckerteam Redaktion
2. September 2026
4 Min. Lesezeit
Teilen
in
@
Servicetechniker von Das Druckerteam setzt bei der Aufbereitung eines Leasingrückläufers eine Trommeleinheit in ein Multifunktionssystem ein

Wenn ein Unternehmen seinen Leasingvertrag beendet, gehen Drucker und Kopierer zurück an den Händler, oft nach nur drei bis fünf Jahren Laufzeit, regelmäßig gewartet und weit von ihrer Lebensdauergrenze entfernt. Diese Leasingrückläufer sind die vielleicht am meisten unterschätzte Möglichkeit, professionelle Bürotechnik zum halben Preis anzuschaffen.

Aber: Gebrauchtgerät ist nicht gleich Gebrauchtgerät. In diesem Beitrag erklären wir, woran Sie ein gutes Rückläufer-Gerät erkennen – mit derselben Checkliste, die wir in unserer eigenen Werkstatt verwenden.

Was ist ein Leasingrückläufer überhaupt?

Ein Leasingrückläufer ist ein Gerät aus einem beendeten Leasingvertrag. Typischerweise stammt es aus einem Büro, in dem es über die gesamte Laufzeit professionell gewartet wurde – denn die Wartung war Teil des Vertrags. Das unterscheidet Rückläufer grundlegend von Privatverkäufen auf Kleinanzeigen-Portalen: Die Servicehistorie existiert, der Zustand ist dokumentiert.

Business-Drucker und -Kopierer sind außerdem auf Laufleistungen von mehreren hunderttausend Seiten ausgelegt. Ein Gerät mit 80.000 gedruckten Seiten hat den Großteil seines Lebens noch vor sich.

Die 6-Punkte-Checkliste vor dem Kauf

  1. Zählerstand prüfen.

    Jedes Bürogerät zählt seine gedruckten Seiten mit. Als Faustregel: Ein A4-Laserdrucker unter 100.000 Seiten, ein A3-Kopierer unter 300.000 Seiten ist unkritisch – gemessen an Auslegungen von 500.000 Seiten und mehr. Lassen Sie sich den Zählerstand immer zeigen.

  2. Verschleißteile: Was wurde ersetzt?

    Trommel, Fixiereinheit und Transferband sind Verschleißteile mit eigener Lebensdauer. Ein seriöser Händler sagt Ihnen, welche Teile geprüft oder erneuert wurden – und wie viel Restlaufzeit sie haben.

  3. Testdruck in allen Modi.

    Schwarzweiß, Farbe, Duplex, aus jedem Papierfach. Streifen, Schlieren oder blasse Stellen zeigen Probleme, die ein Datenblatt nicht verrät.

  4. Datensicherheit: Wurde die Festplatte gelöscht?

    Bürokopierer speichern Druck- und Scanjobs auf einer internen Festplatte. Beim Vorbesitzer können das Verträge, Personaldaten oder Angebote gewesen sein. Fragen Sie ausdrücklich nach der zertifizierten Datenlöschung – für Sie als Käufer auch ein DSGVO-Thema.

  5. Garantie und Gewährleistung.

    Auch bei Gebrauchtgeräten gilt beim Händlerkauf die gesetzliche Gewährleistung von mindestens 12 Monaten. Wir geben auf unsere geprüften Rückläufer 24 Monate Gewährleistung.

  6. Verbrauchsmaterial und Ersatzteile.

    Ein fünf Jahre altes Gerät eines etablierten Herstellers (Kyocera, HP, Brother, Konica Minolta) ist jahrelang weiter mit Toner und Ersatzteilen versorgt. Bei exotischen Modellen lohnt vor dem Kauf der Blick auf die Verfügbarkeit.

Was kostet ein Leasingrückläufer?

Als Orientierung: Geprüfte Rückläufer liegen je nach Alter und Laufleistung 30 bis 60 Prozent unter dem Neupreis. Ein A3-Farbmultifunktionsgerät, das neu 4.000–6.000 € kostet, ist als geprüfter Rückläufer oft für 1.000–2.500 € zu haben – inklusive Aufbereitung und Garantie.

Der Preisvorteil hat einen einfachen Grund: Den größten Wertverlust hat der Erstbesitzer bezahlt. Die Technik dahinter altert deutlich langsamer als der Buchwert. Ob sich gebraucht in Ihrem Fall wirklich lohnt, zeigt unser Vergleich Refurbished oder neu?

Wo Vorsicht geboten ist

Häufige Fragen

Wie lange hält ein gebrauchter Bürodrucker noch?

Bei üblicher Büronutzung und regelmäßiger Wartung sind fünf und mehr weitere Jahre realistisch. Business-Geräte sind auf 500.000+ Seiten ausgelegt – die meisten Rückläufer haben davon weniger als ein Fünftel erreicht.

Bekomme ich auf Leasingrückläufer Garantie?

Beim Fachhändler: ja. Gesetzliche Gewährleistung plus in der Regel eine Händlergarantie auf das geprüfte Gerät. Unsere Leasingrückläufer werden professionell geprüft und generalüberholt. Sie erhalten bei uns auf alle Geräte 24 Monate Gewährleistung statt der üblichen 12 Monate.

Kann ich einen Leasingrückläufer auch leasen oder mieten?

Ja. Für Gewerbekunden bieten wir auf Anfrage auch individuelle Miet- und Leasinglösungen an. Alternativ erhalten Sie mit unseren Managed Print Services Gerät, Toner, Wartung, Reparatur und Support zu einem monatlichen Festpreis. Wir beraten Sie gerne und erstellen ein passendes Angebot.

Passende Geräte zu diesem Thema

Preis und Verfügbarkeit können sich ändern. Es gelten die Angaben im Onlineshop.

Das Druckerteam Redaktion

Über die Redaktion

Druckerteam Redaktion · Beratung & Service

Die Druckerteam Redaktion erstellt praxisnahe Inhalte rund um Drucker, Kopierer, Scanner und professionelle Dokumentenlösungen. Technische Ratgeber werden bei Bedarf von erfahrenen Mitarbeitern aus Beratung oder Service geprüft.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Berater von Das Druckerteam bespricht mit einer Kundin einen Testdruck neben einem Multifunktionssystem
Gebrauchte Geräte
9. September 2026
4 Min. Lesezeit

Refurbished oder neu? Wann sich ein gebrauchter Bürodrucker wirklich lohnt

Refurbished-Drucker kosten 30–60 % weniger – aber wann lohnt sich gebraucht wirklich, und wann ist neu die bessere Wahl? Der ehrliche Vergleich mit Rechenbeispiel.
Berater von Das Druckerteam geht mit einer Kundin eine Kostenübersicht für ein Multifunktionssystem durch
Kosten & Leasing
16. September 2026
4 Min. Lesezeit

Was kostet ein Bürokopierer 2026? Kauf, Miete und Leasing im ehrlichen Vergleich

Bürokopierer kosten 1.500–8.000 € – oder ab 39 €/Monat im Leasing. Echte Preisspannen für Kauf, Miete und Leasing, plus die versteckten Kosten pro Seite.
Beratung Zum Shop →